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Warum Welpenspiel und Früherziehung ?
Durch das Prägungsgeschehen während der sensiblen Phase in den ersten 12 bis 14, manchmal auch 16 Lebenswochen wird das frühe Lernen zum Schicksal seines künftigen Wesens. Das in dieser Zeit Gelernte, aber auch Versäumte oder Fehlgeleitete wirkt geradezu wie angeboren und bestimmt, wie gut und in welche Richtung später weitergelernt werden kann. Mit der Pubertät geht ebenfalls eine sensible Phase einher. Auch hier können positive und negative Erfahrungen tiefgreifend Einfluß auf das künftige Wesen eines Hundes nehmen.
(Heinz Weidt/Dina Berlowitz, „Das Wesen des Hundes", 1998)
„Spielen umschließt angeborenes und erlerntes Verhalten. Es umfaßt so viele Handlungsvariationen wie sonst keine Verhaltensweise, und es kann Elemente aus allen übrigen Verhaltensbereichen enthalten"
(Prof. Dr. Dr. h. c. Bernhard Hassenstein, 1980)
Welpenspiel und Sozialisation
für Hunde von der 8. bis 16. Woche Beginn: fortlaufend Dienstags: 17.00 bis 17.45 Uhr Höchstteilnehmerzahl: 8 Hunde Kosten: 25,- € für fünf Trainingseinheiten
Inhalte: * · Spiel unter gleichaltrigen Artgenossen zum Erlernen und Ausleben des Sozialverhaltens. * · Proben für die Ausstellung/den Tierarzt wie „Zähne“ zeigen“, „Hund abfühlen“ * · Gewöhnung an akustische und optische Reize * · Festigung des Selbstvertrauens der Hunde durch selbständiges Überwinden einiger Hindernisse * · Festigung der Mensch-Hund-Beziehung * · Richtiges Spielen mit dem Hund
Die Gehirnentwicklung des Welpen ist mit der 16. Lebenswoche, neuere Forschungen sprechen gar von der 12. Lebenswoche, abgeschlossen. Je mehr der Welpe in seinen ersten 12 bis 16 Wochen gefördert wird, desto mehr Verschaltungen bilden sich in seinem Gehirn. Damit wird die Grundlage dafür, wie gut Ihr Hund in seinem weiteren Leben lernt, gelegt.
Indem wir die Welpen in einer ganz entscheidenden Entwicklungsphase ihren neuen Familien geben, unterbrechen wir einen wichtigen Lernprozess zwischen den Welpen und ihren gleichaltrigen Artgenossen: Es sind keine anderen Geschwister mehr da, mit denen man Sozialverhalten weiter einüben und festigen kann.
Ein im Haushalt lebender erwachsener Hund oder Kontakte zu anderen erwachsenen Hunden auf dem Spaziergang sind zwar gut, können dieses Lernen unter Gleichaltrigen aber nicht ersetzen. Althunde spielen anders als junge. Oft sieht man zwei Extreme: Erwachsene Hunde, welche die winselnden Welpen einfach nur lästig finden und erwachsene Hunde, die sich von dem Kleinen wirklich alles gefallen lassen. Wer als Welpe bei solch einem duldsamen Althund aufwächst, lernt häufig, viel zu frech und ungestüm zu sein und bekommt dann von der restlichen Hundewelt oft eine schmerzhafte Quittung. Welpen untereinander kennen keine Rücksicht: Wer beim Spiel zu fest zubeißt, wird sofort reglementiert, oder man bricht das Spiel ab - eine schlimme Strafe für die spielversessenen Welpen.
Eine Welpenstunde bietet die Möglichkeit, Ihrem Welpen das zu geben, was Sie ihm leider nehmen mussten - den Kontakt zu (nahezu) gleichaltrigen anderen Welpen.
Aber eine Welpenstunde sollte eben mehr sein. Sie sollte nicht nur Gelegenheit zu kontrolliertem Spiel zwischen den Hunden geben, sondern sie sollte da anknüpfen, wo die Arbeit des Züchters aufgehört hat: den Welpen mit verschiedensten Herausforderungen zu konfrontieren, um seine geistige und motorische Entwicklung zu fördern, sein Selbstbewusstsein zu stärken, seine Umweltsicherheit zu festigen, ihm weiter die Erfahrung zu vermitteln, dass fremde Menschen nichts sind, wovor man Angst zu haben braucht.
Doch wenn Sie an das denken, was Sie gerade im Hinblick auf die Einordnung des Welpen ins sein neues Menschenrudel gelesen haben, so wird noch ein weiteres Ziel deutlich: Ihnen dabei zu helfen, eine funktionierende vertrauensvolle Beziehung zum Welpen aufzubauen und Ihnen zu zeigen, wie Sie Ihren Welpen sanft, aber bestimmt führen.
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Kinder sind in der Welpengruppe Willkommen!
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